Dekubitus

Unter Dekubitus versteht man die chronischen Wunden, die
durch einen länger anhaltenden Druck und evtl. zusätzlicher
Reibung und Scherkräfte das Gewebe oder die oberflächliche
Haut verletzen. Der Heilungsprozess ist gestört oder verzögert.
Meistens sind Körperstellen betroffen, die nicht mit ausreichender
Gewebedicke gepolstert sind und bei denen der Druck und die
Reibung auf dicht unter der Haut liegende Knochenpartien trifft,
Das sind vor allem Steißbein, Ferse, Hinterkopf, Außenknöchel,
Becken und Schultern.
Risikopersonen sind Menschen, die sich nicht in ausreichendem
Maße selbst bewegen können. Das sind vor allem Personen mit
Lähmungserscheinungen oder Altersschwäche. Begünstigt wird
die Entwicklung eines Dekubitus durch anhaltende Feuchtigkeit
bei Inkontinenz, durch Reibung / Falten an der Bettunterlage
oder Scherkräfte bei schlechter Sitzhaltung.

Ob sich ein Dekubitus entwickelt hängt jedoch maßgeblich von
der Dauer und Intensität des Drucks auf die Haut ab.
Ein erster Test, ob ein Dekubitus des Stadiums I vorliegt, kann
folgendermaßen durchgeführt werden: Drücken Sie mit dem
Finger kurz auf eine gerötete Hautstelle. Behält die Stelle ihre
rote Farbe, liegt bereits eine Schädigung der Haut vor.

Spezifische Dekubitusbehandlung:
Die Durchblutung der Druckstelle muss gewährleistet sein, d.h.
eine andauernde Druckentlastung ist die wichtigste wirksame
Maßnahme. Das kann dadurch gewährleistet werden, dass ein
Lagerungsplan erstellt wird, nach dem die Patienten in regel-
mäßigen Abständen umgelagert werden. Wir helfen Ihnen bei
einer lokalen stadiumabhängigen Wundbehandlung.